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"Nichts geht mehr": So lautete die Devise schon drei Wochen vor dem ersten Startschuss zum 30. Göttinger Altstadtlauf am Dienstag, 26. Juni. Und das gilt anders als in den Vorjahren für alle Läufe. Ließ die Meldeliste sonst noch Platz für den Youngsterlauf und die Langstrecke zu, war auch hier in diesem Jahr nichts mehr zu machen. Mit insgesamt 4650 Voranmeldungen sind alle Läufe ausgebucht. Erstmals in der 30-jährigen Geschichte des Altstadtlaufs wird es auch am Veranstaltungstag keinerlei Nachmeldemöglichkeiten mehr geben, sagt die Hauptorganisatorin Karin Geese. Das gilt für alle Strecken. Auch nicht abgeholte Startnummern werden nicht weitervergeben.

Die räumlichen Bedingungen in der Innenstadt, vor allem aber am Start, sind für die Teilnehmerobergrenzen entscheidend. Diese fallen bei den einzelnen Läufen indes unterschiedlich aus. Der GT-Firmencup hat bei Weitem das größte Teilnehmerfeld. Hier kommt es den Teilnehmern weniger darauf an, noch die letzten Sekunden aus sich herauszuholen, sondern eher auf das Erlebnis des gemeinsamen Laufens - einerseits mit der eigenen Firma, andererseits aber auch mit oder gegen 150 andere Firmen. So können beim GT-Firmencup mehr Läufer auf die drei Runden geschickt werden als beim Schulcup, der Teil des Schnupperlaufes ist und nur über eine Runde geht. Hier geht es eher ungestüm zur Sache. Um die Sicherheit der Läufer zu gewährleisten, liegt die Begrenzung bei 1000 Teilnehmern. Die Langstrecke wird bei 500 Läufern geschlossen und hat damit nur halb so viele Teilnehmer wie die Mittelstrecke, damit hier die geübten Läufer nicht durch die pure Teilnehmerzahl ausgebremst werden.

Die LG Göttingen ist mit 150 Helfern vor Ort, um Startnummern auszugeben und die Laufstrecke zu sichern. Unterstützt wird sie dabei tatkräftig von der Göttinger Polizei, den 7A-Apotheken und Dr. Husmann, die für Getränke an der Strecke sorgen, sowie der Göttinger Sport & Freizeit GmbH, die für die Infrastruktur im Start-/Zielbereich zuständig ist. Ab 18 Uhr wird die Innenstadt für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

Start und Ziel befinden sich nach 2012, 2013 und 2016 bereits zum vierten Mal am Theaterplatz, da die traditionelle Strecke mit Start und Ziel am Markt aufgrund von Bauarbeiten in der Innenstadt nicht genutzt werden kann. Infolgedessen führt die Laufstrecke größtenteils entlang anderer Straßenzüge als gewohnt (siehe Streckenplan). Im Start-/Zielbereich vor dem Deutschen Theater kommentiert das erfahrene Team Frank Neumann von LaufLine und Andreas Lindemeier wie gewohnt die Geschehnisse. Favoriten gibt es auch in diesem Jahr sowohl über die Mittel- als auch über die Langstrecke. Auf dieser gedenkt Florian Reichert (Theodor-Heuss-Gymnasium) zum zehnten Mal als Sieger ins Ziel zu laufen. Auf der Meldeliste sucht man vergeblich nach Akteuren, die in der Lage wären, ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen. Anders sind die Karten bei den Frauen gemischt. Hier dürften zwei Langstrecklerinnen aus dem Running-Team des Veranstalters die Sache unter sich ausmachen: Sophie Habighorst als Zweite der U23-Wertung der Landesmeisterschaften im 10-km-Lauf und Wiebke Lühmann, die mit der Empfehlung der siebtbesten in diesem Jahr in Niedersachsen gelaufenen Halbmarathonzeit antritt. Auf der Mittelstrecke dürfte man bei den Männern erneut Jasper Cirkel (LGG) vorne sehen. Ebenfalls klar favorisiert ist bei den Frauen Julia Börner (LGG). Ganz anders hingegen sind die Voraussetzungen bei Schul- und Firmencup. Hier wechseln sowohl Teams als auch die Besetzungen der Teams von Jahr zu Jahr, sodass eine Siegvorhersage einem Blick in die Kristallkugel gleichen würde.